Microsoft Office für Android: SoftMaker Office Mobile 2012 im Test

softmaker office android Microsoft Office für Android: SoftMaker Office Mobile 2012 im Test

Android und Business. Zwei Begriffe, die noch nicht ganz zueinander gefunden haben. Zwar gibt es im Google Play Store bereits einige mobile Office Suiten, aber ohne eine 100% Kompatibitlität mit Microsoft Office sind diese meist für den täglichen Einsatz nicht zu gebrauchen. An diesem Punkt knüpft das Softmaker Office Mobile Paket für Android an und verspricht konkurrenzlosen Funktionsumfang und nahtlose Kompatibilität zu Word, Excel und PowerPoint. Das schreit geradezu nach einem kleinen Test.

Funktionsumfang der Android Office Suite im Überblick

Der Funktionsumfang der drei angebotenen Office-Programme TextMaker (Textverarbeitung), PlanMaker (Tabellenkalkulation) und SoftMaker Presentations (Präsentationssoftware) sieht in der Tat ziemlich überzeugend aus.

So können beispielsweise alle wichtigen Microsoft Office Formate problemlos gelesen werden, mit dabei auch die neueren Dateiformate DOCX, XLSX und PPTX. Neben der verlustfreien Speicherung bietet SoftMaker eine Export-Funktion ins PDF-Format an und sogar der direkte Zugriff auf Dokumente in Dropbox und Evernote ist möglich.

Im Textmaker werkelt eine mehrsprachige Rechtschreibprüfung, die bei Eingabe Tippfehler rot markiert. Für den Geschäftsbetrieb wurde auch an die nützliche Funktion „Änderungen nachverfolgen“ und „Kommentare„ gedacht, die vollständig mit denen aus Microsoft Office kompatibel sind. Das SoftMaker Excel alias PlanMaker unterstützt knapp 330 verschiedene Rechenfunktionen. Sogar Diagramme sind vollständig mit Mirosoft Excel kompatibel. Wer es gerne etwas auffälliger hat, kann mit SoftMaker Presentations auch unterwegs an Animationen und Folienübergänge feilen.

Klingt nach der perfekten Office Lösung für Android, oder? Ob sich hinter SoftMaker 2012 tatsächlich eine Eierlegende-Wollmichsau unter den Android Office Apps versteckt, soll der folgende Belastungstest zeigen. Und soviel vorweg: Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.

TextMaker: Das mobile Microsoft Word Paket

Screenshot 2012 09 12 07 45 52 180x300 Microsoft Office für Android: SoftMaker Office Mobile 2012 im TestHier seht ihr zunächst einen Screenshot der Benutzeroberfläche vom TextMaker. Die Navigation sieht in allen drei Apps übrigens ähnlich aus und besteht aus einer unten liegenden Reihe Icons, wobei die weiteren Unteroptionen durch Tippen auf das jeweilige Icon angezeigt werden. Am Anfang gestaltet sich das Arbeiten mit der Navigation etwas ungewohnt, da nicht immer ganz klar ist, welche Option wofür steht. Zum Glück kann die Menü-Überschrift durch ein langes Tippen auf das jeweilige Icon angezeigt werden.

Insgesamt könnt ihr im Textmaker folgende Aktionen durchführen:

  • Tastatur öffnen
  • Datei-Symbolleiste (Neues Dokument, Öffnen, Speichern usw.)
  • Bearbeiten-Symbolleiste (Text selektieren, Rückgängig, Wiederherstellen, Ausschneiden, Kopieren, Text oder Objekt einfügen, Suche)
  • Format-Symbolleiste (Schriftart, Schriftgröße, Stil, Unterstreichen, Farbe, Hintergrundfarbe, Ausrichtung, Listen)
  • Überarbeiten-Symbolleiste (Änderungen verfolgen, Nächste und vorherige Änderung anzeigen, Änderung annehmen und ablehnen, Kommentar hinzufügen, bearbeiten, löschen, nächster und vorheriger Kommentar)
  • Vergrößerung der Anzeige festlegen (50% – Benutzerdefiniert)
  • Umbruch am Fenster umschalten (= Blattansicht)

Screenshot 2012 09 12 07 55 22 180x300 Microsoft Office für Android: SoftMaker Office Mobile 2012 im TestNach ein wenig Einarbeitung lassen sich mit den gegebenen Optionen wirklich schnell und einfach Texte erstellen und formatieren. Auf dem Android Smartphone ist das natürlich etwas umständlicher als auf einem Tablet. Etwas ungewohnt ist außerdem, dass zur Erstellung und Änderung eines Texts immer auf das linke Text-Icon geklickt werden muss, bevor die Tastatur erscheint. Dafür ist diese Lösung durchaus praktisch, da hierdurch ein ungewolltes Ausklappen der Tastatur verhindert wird.

Für die Belastungsprobe habe ich im TextMaker via Dropbox eine kleine Seminar-Arbeit von mir geöffnet. Und da zeigen sich dann auch erste Grenzen: Denn auf den insgesamt 30 Seiten lässt sich nicht mehr ganz flüssig navigieren. Dafür werden tatsächlich alle Formatierungen richtig angezeigt: Text, Bilder, Inhaltsverzeichnis, Paginierung – alles einwandfrei. Und mit den beigefügten Optionen lassen sich Fehler im Text auch von unterwegs aus aufspüren und beheben.

PlanMaker: Unterwegs in Excelzellen

Das schöne am SoftMaker Office ist die konsistente Darstellung und die einheitliche Navigation. Unten findet ihr somit wieder eine Icon-Navigation und zur Änderung der Vergrößerungsstufe kann die bekannte Pinch-To-Zoom Geste verwendet werden. Insgesamt bietet PlanMaker für Android folgende Auswahlmöglichkeiten:

  • Tastatur
  • Datei-Symbolleiste (Neues Dokument, Öffnen, Speichern usw.)
  • Bearbeiten-Symbolleiste (Text selektieren, Rückgängig, Wiederherstellen, Ausschneiden, Kopieren, Text oder Objekt einfügen, Suche)
  • Format-Symbolleiste (Schriftart, Schriftgröße, Stil, Unterstreichen, Zellenformatierung ändern, Umrandung anbringen, Hintergrundschattierung
  • Arbeitsblatt-Symbolleiste (Neu, Löschen, Umbennen, Vorheriges und nächstes Arbeitsblatt)
  • Vergrößerung der Anzeige festlegen (50% – Benutzerdefiniert)
  • Zeilen- und Spaltenköpfe verbergen

Screenshot 2012 09 12 08 09 28 180x300 Microsoft Office für Android: SoftMaker Office Mobile 2012 im TestUm festzustellen, ob die Darstellung richtiger Excel-Dateien auch fehlerfrei funktioniert, habe ich mal eine etwas aufwändigere Cash-Flow-Analyse aus meinem Studium geöffnet. Auf insgesamt drei Blättern kamen hier viele Formeln und Grafiken zusammen. Und auch in diesem Fall gibt es bzgl. der Darstellung nichts zu meckern – Formeln, Graphen, farbliche Markeriung sind alle an Ort und Stelle.

Leider ist ein ruckelfreies Navigieren auf meinen Galaxy S2 bei der Masse an Daten auch an diesem Punkt nicht mehr möglich gewesen. Aber hier hatte auch schon das normale Excel so seine Probleme ;-).

Presentations: PowerPoint auf dem Androiden

Kommen wir zum letzten Produkt der Reihe: Presentations Mobile, das PowerPoint für zwischendurch. Die Navigation besteht hier aus folgenden Punkten:

  • Tastatur
  • Datei-Symbolleiste (Neues Dokument, Öffnen, Speichern, PDF exportieren)
  • Bearbeiten-Symbolleiste (Text selektieren, Rückgängig, Wiederherstellen, Ausschneiden, Kopieren, Text oder Objekt einfügen, Suche)
  • Format-Symbolleiste (Schriftart, Schriftgröße, Stil, Unterstreichen, Farbe, Hintergrundfarbe, Ausrichtung, Listen)
  • Folien-Symbolleiste (Neue Folie hinzufügen – hier habt ihr die Auswahl zwischen den verschiedenen Folientypen, Folie löschen, Nächste und vorherige Folie, Gehe zu Folie…)
  • Vergößerungsstufe
  • Präsentation starten

Screenshot 2012 09 12 08 14 30 180x300 Microsoft Office für Android: SoftMaker Office Mobile 2012 im TestIm Test schlägt sich Presentations Mobile ebenfalls recht ordentlich. Meine importierten Test-Folien werden fast ohne Fehler dargestellt. Lediglich bei ein paar eingefügten Objekten wird der Text weiß dargestellt und verschwindet somit im Hintergrund (wie im Screenshot).

Beim Starten der Präsentation wurden ansonsten sogar die Animationen richtig angezeigt. Leider konnte ich keinen Menüpunkt finden, um die Animationen anzupassen – wahrscheinlich ist dieser irgendwo gut versteckt.

Die Darstellung der einzelnen Folien funktionierte dafür ohne große Ruckler und auch sonst klappte das Editieren einzelner Textpassagen ohne Probleme. Da keine Smart Arts usw. eingefügt werden können, eignet sich Presentations Mobile natürlich nicht wirklich zum Erstellen kompletter Präsentations. Für schnelle und kleinere Änderungen ist die App aber durchaus zu gebrauchen.

Fazit

Der Umfang der SoftMaker Office Suite für Android kann sich wirklich sehen lassen. Durch die fast fehlerfreie Darstellung und Kompatibilität zu den typischen Office-Formaten können auch von unterwegs aus schnelle Änderungen durchgeführt werden. Auf dem Smartphone macht das natürlich weniger Spaß als auf einem leistungsfähigen Tablet.

Falls ihr desöfteren mit großen Dateien zu tun habt, sollte euer Smartphone oder Tablet außerdem mit ausreichend Power ausgestattet sein, damit das Navigieren nicht zum Daumenkino wird. Dank den angepassten Menüs geht die Arbeit aber auch auf kleinen Bildschirmen leicht von der Hand.

SoftMaker Office Mobile läuft auf allen Android Smartphones und Tablets mit Android Version 2.2 oder höher. Mit einem Preis von 28 Euro ist die Office Suite leider nicht ganz günstig. Wie der Test gezeigt hat, bekommt ihr dafür aber ein wirklich gutes Gesamtpaket, das die mobile Arbeit mit Microsoft Office Formaten ermöglicht. Das Preis-Leistungs Verhältnis geht mit etwas mehr als 9 Euro pro App somit voll in Ordnung.

Falls ihr bei diesem Preis noch zweifelt, ob die SoftMaker Office Suite für Android wirklich euren Ansprüchen genügt, könnt ihr diese ganz einfach mit der kostenlosen Probeversion testen. Diese kann hier nach einer kurzen Registrierung kostenlos heruntergeladen werden. Im Google Play Store sind die SoftMaker Apps leider noch nicht verfügbar, sodass der Kauf der SoftMaker Office Mobile Suite für Android nur direkt über die SoftMaker Seite möglich ist.

Weitere Informationen findet ihr direkt bei SoftMaker auf der Übersichtsseite vom Office Mobile Paket für Android.

Welche Office Apps kommen auf euren Androiden zum Einsatz?

About Christian

Im Oktober 2010 habe ich den Blog Android-Profis.de ins Leben gerufen, um über all die interessanten Dinge aus der Android Welt zu berichten. Neben dem Blog und meinem Faible für Technik und Gadgets mache ich derzeit einen Master in Innovationsmanagement. Ihr findet +Christian auch bei Google+ und Facebook.

  • Ernst Schröder

    Ich hatte mir vor 2 Wochen die Probeversion heruntergeladen, aber sie ließ sich nicht einmal starten. Meine erste Mail an den Service wurde zwar beantwortet, aber es wurden darin Fragen gestellt, die ich in meiner Mail schon längst beantwortet hatte. In einer zweiten Mail gab man dann zu, dass die Software wohl noch nicht richtig funktionieren würde. Da frag ich mich: Warum stellt man eine Software zum Download bereit, von der man weiß, dass sie Fehlerbehaftet ist.