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Die Realwear HMT-1 mit Android, was steckt dahinter?

Seit geraumer Zeit spielt Augmented Reality (kurz AR) in der Welt der Technik eine große Rolle. Hinter dem Begriff versteht man eine computergestützte Erweiterung, die die Realitätswahrnehmung ergänzt. Klingt auf den ersten Blick kompliziert, wenn man allerdings das Wort AR-Brillen einsetzt, dann sieht es schon anders aus. Dann nämlich können sich viele etwas darunter vorstellen und es gibt auch immer mehr Hersteller, die entsprechende Modelle auf den Markt bringen. Preislich gibt es natürlich große Unterschiede und man muss vorher wissen, welches Einsatzgebiet diese abdecken soll. Geht es zum Beispiel in den professionellen Bereich für Reparaturen, Inspektionen oder Wartungsarbeiten, dann ist die Realwear HMT-1 eine ernstzunehmende Option.

Das sind die Stärken der Augmented-Reality-Brille

Hat man sich beim Thema AR kaufen für die HMT-1 aus dem Hause Realwear entschieden, dann fällt in erster Linie das Design auf. Und zwar in zweierlei Hinsichten, denn es ist nicht nur äußerst robust, sondern es hat auch nicht die direkte Form einer Brille. Stattdessen wird sie mithilfe eines Überkopfriemens befestigt, ein Kopfpolster an der Hinterseite sorgt für den notwendigen Komfort.

Ist die HMT-1 am Kopf angebracht, dann befinden sich auf der rechten Seite die entscheidenden Komponenten. Damit sind das kleine Display vor dem rechten Auge und die auf Höhe des Ohrs angebrachte Kamera gemeint. Letzteres ist gleichzeitig eine Besonderheit, denn durch die Linse kann die Umgebung nicht nur aufgezeichnet, sondern auch direkt mit jemand anderen geteilt werden. Das ist äußerst praktisch, da der Gegenüber auch alles sieht und bei Bedarf sofort Tipps oder eine Anleitung durchgeben kann. Es ist aber beispielsweise auch möglich, dass ein Bild mit der Kamera geschossen und an die Person am anderen Ende gesendet wird.

Wie erfolgt eigentlich die Steuerung?

Die Bedienung ist ein weiteres Highlight der Realwear HMT-1, denn die Steuerung des Bildschirms vor dem Auge funktioniert zu 100 % freihändig. Die Erklärung dazu ist einfach, denn die AR-Brille setzt auf eine Sprachsteuerung. Wenn also eine Aktion durchgeführt werden soll, dann reicht die Stimme. Ein Vorteil, wenn die Hände schmutzig oder gerade nicht frei sind. Die integrierte Spracherkennungssoftware kann auf vier digitale Mikrofone zurückgreifen, die mit Noise Cancelling ausgestattet sind. Das bedeutet für den Arbeitseinsatz: Bis zu einem Wert von ca. 95 Dezibel gibt es bei der Bedienung keinerlei Probleme.

Ein paar technische Daten

Als Betriebssystem kommt Android in der Version 8.1 zum Einsatz. Der Prozessor ist ein Snapdragon 625, es gibt 2 GB RAM und 16 GB internen Speicher. Die Kamera löst mit 16 Megapixeln auf und schafft 1080p bei 30 Bildern pro Sekunde. Außerdem lässt sich der Kamerawinkel verändern. Drahtlose Verbindungen können via WLAN oder Bluetooth aufgebaut werden, auch auf eine IP66-Zertifizierung muss man nicht verzichten. Damit die AR-Brille überhaupt funktioniert, ist eine Stromversorgung notwendig. Die im Paket enthaltene Batterie misst 3.250 mAh und lässt sich sowohl abnehmen als auch wiederaufladen.

Gibt es auch Schwächen?

Bei Augmented-Reality-Brillen ist es wie bei Smartphones, es gibt kein perfektes Modell. Aus diesem Grund hat auch die HMT-1 Schwächen, die jedoch auf zwei Punkte begrenzt werden können. Einmal ist es das vergleichsweise kleine Display, und einmal ist es die Tatsache, dass eine Steuerung ausschließlich per Sprache möglich ist. Einen Touchscreen oder so gibt es nicht.