Motorola RAZR i im Test: Ein Erfahrungsbericht nach einer Woche im Einsatz

motorola razr i title Motorola RAZR i im Test: Ein Erfahrungsbericht nach einer Woche im Einsatz

Seit knapp einer Woche habe ich einen neuen Begleiter an meiner Seite: Ein Motorola RAZR i. Das Mittelklasse-Smartphone mit Edge-to-Edge Display wurde mir hierbei freundlicherweise von Sparhandy.de zur Verfügung gestellt. Für dieses ausführliches Review, welches euch die wichtigsten Stärken und Schwächen des Motorola RAZR i näher bringen soll, habe ich das kleine Gerät in der letzten Woche also immer in meiner Tasche und somit in vielen alltäglichen Situationen mit dabei und im Einsatz gehabt. Und nur soviel vorweg: Motorola, ich bin beeindruckt.

Da mein erstes Android Smartphone ebenfalls aus dem Hause von Motorola stammte (ein bastelfreudiges Motorola Milestone) und so einige Macken hatte, war ich vorweg ziemlich skeptisch. Gerade weil das RAZR i auch für Motorola in vielerlei Hinsicht eine Premiere darstellt. Es ist nämlich das erste Intel-basierte Smartphone, welches mit einem nahezu randlosen Edge-to-Edge Display überzeugen möchte.

Lieferumfang

motorola razr i inhalt Motorola RAZR i im Test: Ein Erfahrungsbericht nach einer Woche im EinsatzBevor ich weiter auf Design und Technik eingehe, möchte ich euch einen kurzen Blick in den Lieferumfang vom Motorola RAZR i geben. Neben dem Smartphone selbst findet ihr hier ein Netzeil mit passendem Micro-USB-Kabel, ein 3.5mm Klinkenstecker-Headset (das leider keinen guten Klang hat), jede Menge Anleitungen und einen kleinen Plastik-Chip, mit dem ihr eure Micro-SIM-Karte in den passenden Schlitz am Gerät schieben könnt.

Verarbeitung und Optik

Das Motorola RAZR i gehört rein äußerlich ganz klar zur aktuellen Android-Spitzenklasse. Der Formfaktor ähnelt trotz größerem 4,3 Zoll Display mit Maßen von 122,5 x 60,9 x 8,3 Millimeter dem des iPhone 5. Das Design kann ebenfalls locker mit dem Maßstab aus Cupertino mithalten. Motorola hat sich nämlich nicht lumpen lassen und spendiert dem Motorola RAZR i ein Display aus Gorilla Glas, eine Rückseite mit DuPont KEVLAR, eine wasserabweisende Nano-Oberfläche und einen robusten Rahmen aus Flugzeug-Alumnium. Das Gerät erreicht ein Gesamtgewicht von 126 Gramm und hinterlässt damit einen ziemlich wertigen Eindruck in der Hand.

Soviel zu den Highlights, schauen wir uns das Gehäuse jetzt einmal im Detail an.

motorola razr i front Motorola RAZR i im Test: Ein Erfahrungsbericht nach einer Woche im Einsatz
Auf der Vorderseite begrüßt uns das 4.3 Zoll große Edge-to-Edge Display, wobei streng genommen ein schmaler Rand von 2 Millimeter vorhanden ist. Zwischen Display und Gehäuse ist außerdem ein kleiner Schlitz, in dem sich gerne mal ein paar Staubkörner verfangen. Etwas ungewohnt zu Anfang, aber eigentlich nicht weiter störend, ist die Tatsache, dass der Gehäuserand etwas absteht bzw. höher ist als das eingelassene Display. Was mir dagegen sehr gut gefällt ist, dass Motorola auf physische Tasten zur Steuerung des Systems verzichtet hat. Wie ab Android 4.0 vorgesehen, kommen die entsprechenden Tasten bei eingeschaltetem Gerät digital zum Vorschein.

Über dem Display prankt eine silbrig-glänzende Fläche, in der der Schriftzug von Motorola eingelassen wurde. Hier machen sich auch leider bereits nach einer Woche erste Abnutzungserscheinungen breit. Bei frontaler Beleuchtung sieht man nämlich, dass der schwarze Schriftzug teilweise abblättert.

Links neben dem Schriftzug wurde eine große LED für Benachrichtigungen platziert. Diese blinkt in allen denkbaren Farben, je nachdem ob ihr bspw. eine neue Mail, SMS oder Facebook-Nachricht erhalten habt. Rechts neben dem Schriftzug findet ihr schließlich die Frontkamera. Diese löst mit 640×480 Pixeln (VGA-Auflösung) auf und konnte mich in ersten Praxiseinsätzen nicht so sehr vom Hocker reißen. Allgemein scheinen die Kameras beim Motorola RAZR i der große Knackpunkt zu sein – dazu aber später mehr. Unter dem Display seht ihr schließlich noch die schöne matte Oberfläche und einen kleinen Schlitz, der das Mikrofon beherbergt.

Auch an den Seiten hat Motorola den coolen industriellen Look konsequent weiter geführt. So finden sich links und rechts jeweils 3 eingelassene Torx-Schrauben und viele weitere metallisch-wirkende Elemente.

motorola razr i links Motorola RAZR i im Test: Ein Erfahrungsbericht nach einer Woche im Einsatz
Auf der linken Seite ist ein Micro-USB-Anschluss sowie ein Fach für eure Micro-SD und Micro-SIM-Karte untergebracht. Die Karten können mit Hilfe des mitgelieferten Chips ganz einfach in die entsprechenden Slots gedrückt werden. Diese rasten bei genügend Druck auch fest ein und lassen sich dank Feder auch wieder ganz einfach lösen. Da ich keine Micro-SIM-Karte Parat hatte, habe ich mich kurzum entschlossen meine SIM-Karte in das passende Format zu schneiden. Das hat dank Nagelschere und Nagelfeile nach ein paar Anläufen zum Glück auch gut funktioniert.

motorola razr i rechts Motorola RAZR i im Test: Ein Erfahrungsbericht nach einer Woche im Einsatz

Der Anschaltbutton befindet sich auf der rechten oberen Ecke. Darunter geht es weiter mit den Lautstärke-Knöpfen. Eine große Besonderheit stellt der darauffolgende Kamera-Button dar. Die Kamera des Motorola RAZR i lässt sich nämlich dank dedizierten Kamerabutton innerhalb von weniger als einer Sekunde starten. Die Tasten sind allesamt hochwertig verarbeitet und haben einen angenehmen Druckpunkt.

motorola razr i oben Motorola RAZR i im Test: Ein Erfahrungsbericht nach einer Woche im Einsatz

Auf der Oberseite ist in der rechten Ecke schließlich noch ein Anschluss für die Kopfhörer untergebracht.

motorola razr i hinten Motorola RAZR i im Test: Ein Erfahrungsbericht nach einer Woche im Einsatz
Die Kevlarbeschichtung mit typischem Muster und das große “M”-Logo sorgen auf der Rückseite dafür, dass man die Abstammung des Geräts direkt erkennt. Das DuPont KEVLAR fühlt sich hierbei nach weichem Gummi an und liegt sehr angenehm in der Hand. Oberhalb der Kevlaroberfläche befindet sich schließlich noch eine 8 Megapixel Kamera mit LED-Blitz.

Kleiner Knackpunkt beim Motorola RAZR i: Der 2.000 mAh starke Akku ist fest verbaut und lässt sich somit nicht austauschen. Das Gehäuse ist komplett fest verschlossen – damit aber eben auch spritzwassergeschützt.

Alles in allem lehne ich mich trotz kleiner Abstriche aus dem Fenster und sage, dass Motorola mit dem RAZR i rein äußerlich ein wirklich exzellentes und kompaktes Gerät geschaffen hat. Auch nach einer Woche Dauerbelastung knarzt kein Stück. Ich möchte es am liebsten gar nicht mehr aus der Hand geben, da es sich extrem angenehem in einer Hand halten lässt und einfach hochwertig aussieht und anfühlt.

Technische Details

Soviel zur äußeren Hülle, kommen wir nun zu den inneren Werten. Hier einmal alle wichtigen Specs im Überblick:

  • Betriebssystem: Android 4.0.4 Ice Cream Sandwich – Nach Herstellerangabe ist ein Upgrade auf Android 4.1 Jelly Bean geplant
  • Größe: 60,9 mm x 122,5 mm x 8,3 mm
  • Gewicht: 126 g
  • Display: 4,3 Zoll; Super AMOLED Advance, qHD-Auflösung (540 x 960)
  • Prozessor: Intel® Atom™-Prozessor mit bis zu 2,0 GHz
  • Akku: 2000 mAh Lithium-Ionen
  • Interner Speicher: 8 GB intern; 4,9 GB verfügbarer Benutzerspeicher
  • Externer Speicher: microSD-Karten mit bis zu 32GB
  • Konnektivität: 3,5mm Audio, micro-USB, NFC, DLNA, Bluetooth 2.0, GPS, WLAN
  • Kamera: 8 Megapixel mit 4x digitalem Zoom und LED-Blitz
  • Frontkamera: 0,3 Megapixel mit VGA-Videoaufnahme

Noch wichtiger als die reinen technischen Daten ist natürlich die Tauglichkeit im Alltag. Hierfür möchte ich euch das Display, die eigentliche Leistung und Akkulaufzeit, das modifizierte Android Betriebssystem und die Multimediafähigkeiten vom Motorola RAZR i näher veranschaulichen.

Display

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Zunächst kann ich mir den Seitenhieb Richtung Apple nicht ganz verkneifen: Denn Motorola zeigt mit dem RAZR i ganz deutlich, dass man auch einen 4,3 Zoll Touchscreen dank kompaktem Format richtig gut mit nur einer Hand bedienen kann. Das Display selbst wird als Super AMOLED Advanced beworben, was im Prinzip nichts anderes heißt als dass eine erhöhte Helligkeit gegenüber der “Nicht-Advanced”-Variante vorliegt. Die qHD-Auflösung mit 540×960 Pixeln ist zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, gerade weil sehr kleine Schriften bei hohem Abstand schwer zu entziffern sein können.

Das AMOLED-Display selbst bietet eine erstaunlich gute Farbdarstellung. Farben und Kontraste kommen extrem gut zur Geltung, wobei es auch mal gerne leicht übersättigt aussieht. Dies fällt beispielsweise bei Google-Suchergebnisseiten auf: Die blauen Überschriften und die grünen Links strahlen auf dem weißen Hintergrund etwas unnatürlich. Bei der regulären Nutzung nehme ich die leichte Übersättigung (was typisch für AMOLED-Displays ist) eher positiv wahr. Farben und Hintergründe wirken dadurch lebendiger und keineswegs kontrastarm. Aber das ist natürlich, wie so oft, eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Leistung und Akkulaufzeit

Wie eingangs erwähnt ist das Motorola RAZR i das erste Smartphone mit einem Intel-Prozessor. Da Android bisher weitestgehend für ARM-Prozessoren optimiert wurde, stellt diese Umstellung ein kleines Hindernis dar. So wurde im Vorfeld heiß spekuliert, ob denn überhaupt ausreichend Apps mit dem neuen Prozessor klar kommen. Hier kann ich im Vorfeld direkt Entwarnung geben. Trotz ungewohnter Prozessor-Architektur verrichtet das Motorola RAZR i einen spitzen Job.

Das besondere am Intel Atom Z2460-Prozessor mit dem Codenamen Medfield ist, dass dieser eigentlich nur mit einem Kern arbeitet. In Zeiten von Dual- und Quad-Core CPUs ist das durchaus ungewöhnlich. Um Ruckler im System zu verhindern, hat Intel einen kleinen Trick angewandt: Der 2 GHz starke Prozessor nutzt nämlich die sogenannte Hyper-Threading-Technologie, wodurch dem System ein Dual-Core Prozessor mit jeweils 1 GHz vorgegaukelt wird.

Klar, mit dieser Leistung kann das Motorola RAZR i nicht mit Top-Smartphones wie dem Galaxy S3 mithalten. Das muss es aber auch nicht. Das Motorola RAZR i beherbergt dank der Intel-CPU nämlich ausreichend Power für die meisten gängigen Anwendungen (ok, mega-grafisch aufwändige Spiele sind hiervon ausgenommen). Störende Verzögerungen konnte ich in der letzten Woche jedenfalls nicht feststellen. Lediglich in der hauseigenen Homescreen-App kam es zu ein paar Rucklern – dies liegt aber definitiv an dem schlecht-programmierten Launcher von Motorola, der deswegen vom flüssigeren Nova Launcher abgelöst wurde.

Hinsichtlich App-Kompatibilität kann ich auch Entwarnung geben: Nach einer Woche im Einsatz habe ich noch keine (beliebte) App gefunden, die nicht mit der Intel-Architektur kompatibel ist. Die allgemein-bekannten Favoriten laufen alle wie am Schnürchen.

Akku Verbrauch 168x300 Motorola RAZR i im Test: Ein Erfahrungsbericht nach einer Woche im Einsatz Wie vorhin erwähnt, verfügt das Motorola RAZR i über einen fest-verbauten 2.000 mAh-Akku. Und nach einer Woche im Einsatz konnte mich dieser ebenfalls voll und ganz überzeugen. Trotz intensiver Nutzung mit aktiviertem WLAN und 3G hat der Akku am Ende des Tages immer noch 20-40 Prozent angezeigt. In diesem Moment läuft das gute Stück bereits für 1 Tag und 5 Stunden und befindet sich immer noch bei 32 Prozent. Größter Akkufresser ist hierbei ganz klar das Display. Mit einer etwas abgedimmten Helligkeit sollte sich die Bereitschaft also auch noch einmal locker erhöhen lassen. Bei unregelmäßiger Nutzung müsste der Akku somit gute 2-5 Tage durchhalten – das werde ich mal in den nächsten Wochen austesten.

Insgesamt befindet sich die Leistung (trotz Einkern-CPU) und die Akkulaufzeit (gerade wegen der sparsamen CPU) auf einem Top-Niveau.

Betriebssystem und Software

Auf dem Motorola RAZR i kommt Android 4.0.4 Ice Cream Sandwich in einer leicht abewandelten Form zum Einsatz. Ein Update auf Android 4.1 Jelly Bean ist bereits geplant. Schade, dass Motorola hier nicht direkt Jelly Bean vorinstalliert hat – andere Hersteller haben dies schließlich auch geschafft.

Dafür kann sich die sogenannte Motoblur-Oberfläche wirklich sehen lassen. Motorola hat diese sehr nah an das ICS-Original angelehnt und um einige hilfreiche Funktionen erweitert.

Homescreen Energiesteuerung 168x300 Motorola RAZR i im Test: Ein Erfahrungsbericht nach einer Woche im EinsatzHomescreen Start 168x300 Motorola RAZR i im Test: Ein Erfahrungsbericht nach einer Woche im EinsatzHomescreen Seiten 168x300 Motorola RAZR i im Test: Ein Erfahrungsbericht nach einer Woche im Einsatz

Auf dem Moto-Homescreen findet ein schickes Circle Widget Platz, welches Uhrzeit, Wetter und Wecker anzeigt. Mit einem Wisch nach links landet man auf einer Schnellstartseite zur Energiesteuerung, was besonders für Einsteiger eine super Hilfe ist. So lassen sich WLAN, Bluetooth & Co wirklich schnell an- und ausschalten. Mit einem Wisch nach rechts kann schließlich ein kleiner Assistent aufgerufen werden, welcher mit drei verschiedenen Vorlagen das Einrichten des eigenen Homescreens zu einem Kinderspiel macht.

App Drawer Favoriten 250x250 Motorola RAZR i im Test: Ein Erfahrungsbericht nach einer Woche im Einsatz

Auch der App Drawer kommt in einer leicht abgewandelten Form daher. Das “App-Hauptmenü” ist nämlich in die Reiter Favoriten, Apps und Widgets unterteilt. Unter dem Punkt Favoriten könnt ihr euch somit einzelne Apps für den Schnellzugriff bookmarken.

Der Lockscreen bzw. die Displaysperre lässt sich mit 5 frei wählbaren Apps für den Schnellzugriff ebenfalls konfigurieren. Außerdem kann hier direkt das Smartphone auf Lautlos oder Vibration gestellt werden.

Was mir besonders gut gefällt, sind die vorinstallierten Apps von Motorola (endlich mal keine Bloatware):

App Fahrzeugmodus 250x250 Motorola RAZR i im Test: Ein Erfahrungsbericht nach einer Woche im EinsatzApp GuideMe 250x250 Motorola RAZR i im Test: Ein Erfahrungsbericht nach einer Woche im EinsatzApp Quickoffice 250x250 Motorola RAZR i im Test: Ein Erfahrungsbericht nach einer Woche im EinsatzApp SmartActions 250x250 Motorola RAZR i im Test: Ein Erfahrungsbericht nach einer Woche im Einsatz

  • Fahrzeugmodus: Die optimierte Oberfläche gibt euch einfachen und schnellen Zugriff auf alle wichtigen Apps während der Fahrt. Mit dabei sind Maps, Navigation, Musik, Sprachbefehle, Telefon und sogar weitere frei konfigurierbare Apps können festgelegt werden.
  • Guide Me: Diese App wird besonders für Android Anfänger ziemlich nützlich sein. Denn hier gibt es viele kleine Kurzanleitungen, die einen durch die wichtigsten Android Funktionen führen. Sowas sollte eigentlich zum Standard werden.
  • Vollversion (!) von Quickoffice: Damit kann das Smartphone direkt mit Word, Excel, Powerpoint und PDF-Dateien umgehen.
  • SmartActions: Ziemlich coole App, mit der ihr Regeln aufstellen könnt, die das Smartphone dann bei bestimmten Konditionen automatisch durchführt (bspw. Wenn ich mich daheim aufhalte soll das RAZR i von 0:00 bis 7:00 Uhr WLAN und 3G deaktivieren). Die Oberfläche ist extrem einfach gehalten, sodass hier wirklich jeder nützliche Regeln im Handumdrehen erstellen kann.

Gesprächsqualität, Multimedia und Kamera

Das Review soll natürlich auch ganz kurz auf den wichtigen Telefonfaktor Gesprächsqualität eingehen: Diese konnte mich in der letzten Woche auch überzeugen. Laute Hintergrundgeräusche (ich telefoniere öfters vom Bahnhof aus, wenn ich auf meine Bahn warte) wurden weitestgehend unterdrückt und auch sonst kam es zu keinen störenden Aussetzern oder Rauschen bei Gesprächen.

motorola razr i kamera Motorola RAZR i im Test: Ein Erfahrungsbericht nach einer Woche im Einsatz

Anders sieht es da leider bei der eingebauten Kamera aus. Hier gehört Rauschen wegen zu geringer Lichtempfindlichkeit leider fast schon zur Tagesordnung. Nur bei viel Licht sehen die Aufnahmen auch wirklich gut aus. Die Blende von f/2.7 ist bei der 8 Megapixel-starken Kamera leider etwas zu klein. Immerhin sorgt die eingebaute LED bei Dunkelheit für ausreichend viel Licht und dank eines speziellen Bildprozessors können sogar zehn Bilder innerhalb von einer Sekunde mit dem RAZR i geschossen werden.

Was zu beachten ist: Die Kamera ist zunächst standardmäßig auf 6 Megapixel eingestellt, da hier das Foto in der Kamera-App bildschirmfüllend auf dem Display angezeigt werden kann. Wer die Qualität ein wenig hochschrauben möchte, sollte in den Einstellungen direkt die 8 Megapixel anwählen, auch wenn dadurch in der Kamera-App zwei schwarze seitliche Balken das Bild begrenzen.

Außerdem schlägt Motorola beim Starten der Kamera-App euch desöfteren vor doch auf den HDR-Modus zu wechseln. Hier sehen Bilder direkt viel farbenfroher – wenn auch nicht unbedingt natürlicher aus. Da heute ein schöner Herbstag ist habe ich die Chance auch direkt mal genutzt und eben ein paar Bilder in der freien Wildbahn mit 8 MP geschossen – einmal mit HDR und einmal ohne.

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Neben den unzähligen Filterfunktionen kann besonders die Schnellstart-Taste der Kamera überzeugen: Diese befindet sich an der rechten Seite des Gehäuses und startet die Kamera (auch aus dem gesperrten Zustand) in maximal einer Sekunde.

Videos lassen sich übrigens im High Definition Format mit 1920 x 1080 Pixeln bei 30 Bildern pro Sekunde aufzeichnen. Ton und Aufnahmequalität gehen für ein Smartphone voll in Ordnung.

Fazit

Wie ihr seht hat das Motorola RAZR i durchaus Ecken und Kanten – und das bezieht sich nicht nur auf die schicke äußere Hülle. Da das Smartphone bewusst zwischen Mittelklasse und Oberklasse positioniert wurde, muss es aber natürlich auch kein Alleskönner sein.

Für mich konnte sich das Motorola RAZR i durch extrem wertige Verarbeitung und schickem Formfaktor von aktuellen Mittelklasse-Geräten ganz klar absetzen. Es liegt super in einer Hand und dank dem Edge-to-Edge AMOLED Display bietet es trotz kompakten Format ein brillantes “Seherlebnis” mit sehr guter Akkulaufzeit und schneller Performance.

Falls ihr also auf der Suche nach einem besonderen Smartphone mit hochwertigen Materialien seid und bei der Kamera ein paar Einschränkungen hinnehmen könnt, kann ich euch das Motorola RAZR i mit bestem Gewissen empfehlen. Für alle, die kein XXL-Smartphone mit neuester Quad-Core CPU benötigen, stellt das Gerät natürlich auch eine sehr gute Wahl dar. In diesem Sinne: Motorola, ich bin beeindruckt!

Das Motorola RAZR i findet ihr zu einem Preis von 399,- Euro u.a. bei Sparhandy.de.

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About Christian

Im Oktober 2010 habe ich den Blog Android-Profis.de ins Leben gerufen, um über all die interessanten Dinge aus der Android Welt zu berichten. Neben dem Blog und meinem Faible für Technik und Gadgets mache ich derzeit einen Master in Innovationsmanagement. Ihr findet +Christian auch bei Google+ und Facebook.

  • Thomas

    Wow, wirklich tolles und übersichtliches Review! Sieht nach einem klasse Gerät für den „normalen“ Nutzer aus und wird definitiv bei meiner nächsten Smartphone-Wahl miteinbezogen…

  • Andreas

    Der „abblätternde Schriftzug“ im Motorola-Label über dem Bildschirm die Durchbrüche für den Lautsprecher. Sieht man nur bei entsprechendem Lichteinfall..

  • Matthias

    Was kannst du zur Klangqualität bei Musik sagen? Würde mich echt interessieren…

    • http://www.android-profis.de/ Christian

      Hi Matthias,
      die Klangqualität mit dem mitgelieferten Headset ist leider nicht so dolle. Mit den richtigen Kopfhörern sieht das meiner Meinung nach aber anders aus. Ich nutze seit ca. 2 Jahren ein paar In-Ears von Sennheiser (CX 300 II). Und dank dem eingebauten Equalizer lassen sich Höhen und Tiefen dem eigenen Geschmack super anpassen.
      Klanglich unterscheidet sich das Razr i für meine Ohren nicht viel von anderen Smartphones wie dem Samsung Galaxy S2. Zur Klangqualität kann ich deswegen nicht viel Negatives sagen – Richtige Klangexperten mögen hier vielleicht zu einem anderen Fazit kommen ;-))

      • Matthias

        Da bin ja beruhigt, das razr i scheint ja genau das richtige gerät für mich zu sein :)

        • http://www.android-profis.de/ Christian

          Hehe, mein Fazit würde jetzt nach knapp einem Monat auf jeden Fall immer noch so positiv ausfallen. Es ist endlich mal was „anderes“, eben kein riesen Plastik-Brocken :)..

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